Trapezium (Os trapezium)

Definition

Das Trapezium (lateinisch: Os trapezium) ist ein kleiner, unregelmäßig geformter Knochen in der distalen Reihe der Handwurzelknochen (Karpalknochen). Es liegt an der Basis des Daumens und spielt eine entscheidende Rolle bei der Beweglichkeit und Stabilität des Daumens.

Lokalisation

  • Das Trapezium befindet sich in der distalen Reihe der Karpalknochen, an der radialen Seite der Hand.
  • Es liegt zwischen dem Os scaphoideum (proximal) und dem Os metacarpale I (distal).
  • Das Trapezium grenzt außerdem an das Os trapezoideum auf seiner ulnaren Seite.

Merkmale

  • Das Trapezium ist ein unregelmäßig geformter Knochen mit mehreren Gelenkflächen, die es ihm ermöglichen, mit benachbarten Knochen zu artikulieren.
  • Es besitzt eine charakteristische Sattelform, die das Daumensattelgelenk (Articulatio carpometacarpalis pollicis) bildet, welches für die Beweglichkeit des Daumens verantwortlich ist.

Teile und Oberflächen

  • Palmarfläche: Enthält eine markante Rinne, durch die die Sehne des Musculus flexor carpi radialis verläuft. Diese Rinne wird von einem knöchernen Vorsprung, dem Tuberculum ossis trapezii, begrenzt.
  • Dorsalfläche: Glatt und leicht konvex, bietet Halt für Sehnen und Bänder.
  • Laterale und mediale Flächen: Enthalten Gelenkflächen für die Artikulation mit den benachbarten Karpalknochen.

Landmarks

  • Tuberculum ossis trapezii: Ein prominenter Vorsprung auf der palmarseitigen Oberfläche des Knochens, an dem Bänder und Sehnen ansetzen.
  • Sattelförmige Gelenkfläche: Diese Fläche artikuliert mit dem ersten Mittelhandknochen (Os metacarpale I) und bildet das Daumensattelgelenk, das für die Beweglichkeit des Daumens verantwortlich ist.

Artikulationen

Das Trapezium artikuliert mit vier benachbarten Knochen:

  1. Os scaphoideum (proximal).
  2. Os trapezoideum (medial).
  3. Os metacarpale I (distal), bildet das Daumensattelgelenk.
  4. Os metacarpale II (distal).

Gefäßversorgung

Die Blutversorgung des Trapeziums erfolgt über Äste der Arteria radialis, die sowohl dorsal als auch palmar Äste zur Versorgung des Knochens abgibt.

Ossifikation

Die Ossifikation des Trapeziums beginnt im Alter von etwa 6 Jahren. Es entwickelt sich aus einem einzigen Ossifikationszentrum.

Klinische Relevanz

  • Arthrose im Daumensattelgelenk (Rhizarthrose): Das Trapezium bildet zusammen mit dem ersten Mittelhandknochen das Daumensattelgelenk, welches häufig von Arthrose betroffen ist. Dies führt zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit im Daumen.
  • Frakturen des Trapeziums sind selten, können aber durch direkte Schläge oder Stürze auf die Hand auftreten. Sie können die Funktion des Daumens erheblich beeinträchtigen.
  • Verletzungen oder degenerative Veränderungen im Bereich des Trapeziums können zu einer Einschränkung der Greiffunktion und der Beweglichkeit des Daumens führen.
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